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Goldkurs weiterhin auf Rekordhoch

Nach Meinung der Deutschen Bank ist Gold weiterhin auf Rekordkurs. Man geht sogar davon aus, dass der Kurs in den nächsten 3 Monaten weiter steigt. Man hält einen Preis von 1.350 US-Dollar für realistisch. Zur Zeit liegt der Kurs für eine Feinunze bei 1.291 US-Dollar. Erst auf  längere Sicht gesehen wird mit einer Schwächung gerechnet.

Gerade in der Zeit der Finanzkrise, da viele Anleger verunsichert sind, wird Gold als sichere Anlage betrachtet. Dazu ChefvolkswirtDr. Marco Bargel:

„Zuerst haben die Bankenkrise und die inzwischen überstandene Rezession den Goldpreis nach oben getrieben, dann hat das explodierende griechische Haushaltsdefizit und die davon ausgehende EWU-Verschuldungskrise die Unsicherheit an den Finanzmärkten erhöht.“

Da zum gleichen Zeitpunkt auch die Zinsen niedrig waren, haben viele Anleger ihr Glück mit Gold versucht und das Risiko wurde bislang belohnt. Gold wird immer noch als Schutz vor Inflation und als Wertanlage gesehen.

Die Angst vor einer Geldentwertung ist lt. Analyse der Postbank unbegründet. Zur Zeit wird vereinzelt sogar von Deflation gesprochen, das das Wirtschaftswachstum in den Industrieländern ins Stocken geraten ist. Die Ökonomen schließen eine Inflation im Moment aus.

Aufgrund des steigenden Goldpreises hat die Nachfrage nach Schmuck nachgelassen. Der höhere Angebotspreis hatte allerdings zur Folge, das das Angebot an Altgold stieg. Die Goldminenproduktion konnte im Vergleich zum Vorquartal deutlich gesteigert werden.

Inflation und Deflation

Inflation bedeutet Geldentwertung, übermäßige Ausgabe von Zahlungsmitteln, eine sinkende Gütermenge und die wachsende Geldmenge sind nicht mehr im Gleichgewicht. Deflation ist die Abnahme des Preisniveaus durch sinkende Nachfrage. Rezession bedeutet Rückgang der Konjunktur (Aufschwung). Unter Rezessuion leiden Aktien –  Staatsanleihen unter Inflation.

Voraussagen für die Erholung der Weltwirtschaft aus vier verschiedenen Blickwinkeln:

  • Die Weltwirtschaft wird sich nach dem senkrechten Absturz im letzten Jahr wieder etwas erholen. Von der Bodenlinie wird sie ein Stück nach oben schnellen und dort lange stehen bleiben. Die Optimisten sagen rasanter Abschwung, rasanter Aufschwung. Vermögensverlust ist bei allen die große Angst.
  • Eine eventuell kommende Inflation würde alle treffen, die die Geld haben, egal ob Millionäre oder Kleinsparer. Das letzte Statium der weltweit stark gestiegenen Verschuldung wäre der Verfall des Geldes. Eine  Inflationsrate bis zu 10 % könnte kommen.
  • Die Deflation an den Finanzmärkten ist beendet. Aber die sinkenden Benzinpreise und Milchpreise schürenbei den Verbrauchern Mißtrauen. Der stärkste Preistreiber ist frisches Kapital, schätzungsweise 2000 Milliarden Dollar, welches derzeit von allen Regierungen in die Ankurbelung der Konjunktur gepunpt wird. Die OECD-Länder werden bis 2011 eine Schuldenquote von 80 – 100 % des Bruttoinlandproduktes erreichen. Das Geld aus den Konkunkturprogrammen muß in den Kreislauf der Wirtschaft schnellstens einfließen. Doch die Geschäftsbanken leben das geliehene Geld der Zentralbanken bei der Notenbank an, statt den Unternehmen, wie angedacht, Kredite zu gewähren.
  • In den nächsten 10 Jahren wird es eine Verteuerungsrate von bis zu vier Prozent geben. Dann wird die geliehene Geldmenge auf die Wirtschaft wirken.  Sachwerte wie Rohstoffe und Immobilien sind deshalb im Moment die besten Anlagegüter. Eine Hyperinflation, eine Horrorvorstellung mit möglicherweise 50 % Teuerungsrate im Monat, unvorstellbar, aber für einige wenige denkbar. Die Angst davor ist den Deutschen noch im Bewußtsein. 1923 und 1948 gab es einen Währungsschnitt, bei dem die Bürger fast alle Geldwerte verloren hatten. Bei weiteren Preisanstiegen sind Aktien die schlechtere Wahl für Anlagen. Selbstgenutzte Immobilien sorgen für den größten Schutz. Sie haben einen Gebrauchswert. Inflationsgesicherte Staatsanleihen sind eine gute Wahl, wenngleich sie nur einen geringen Gewinn bringen würden. Zur Absicherung sind sie aber zu empfehlen, denn das gemäßigte Inflationsszenario ist das wahrscheinlichste. Gold als Krisenmetall ist eine potentielle Anlage, aber als Spekulationsgeschäft wirft es keine Zinsen ab und die Lagerung ist teuer.

Wohnimmobilien – krisenfeste, rentable Anlagen

In Ballungsgebieten und Städten ab 20.000 Einwohner wird bekanntermaßen vornehmlich investiert. Diese Gebiete mit guter Infrastruktur und Kaufkraft bestimmen die Lage der Objekte. Attraktive Wohnungen sollten sich an wachsenden, wirtschaftlich stabilen Standorten befinden und den Wandel in der Bevölkerungsstruktur beachten.

Auf Grund geringer Neubauten, aber wachsender Zahl der Haushalte wird in Städten wie Hamburg, München, Stuttgart, Köln usw. eine Wohnraumverknappung eintreten. Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware, in der Folge werden die Mieten ansteigen.

Ein hohes Instandhaltungsrisiko bei Bestandsbauten sowie eventuell erhöhte Kosten bei der Umsetzung für energiesparendes Wohnen, gibt den Neubauten viel höhere Kosten- und Kalkulationssicherheit. Favorisiert werden Neubauten auch wegen der zeitgemäßen Ausstattung in Bezug auf Grundriß, Fußbodenheizung, moderne Einbauküchen sowie Wohnungsanzahl und Größe.

Mit einer Entspannung auf den Wohnimmobilienmärkten ist derzeit kaum zu rechnen, wenn man sich die Leerstandsentwicklung und das Neubauvolumen betrachtet. Wohnungsbestände ab dem Baujahr 1995 wird in den größten Städten wieder gefragt sein. In Städten mit positiver Bevölkerungsentwicklung und guten Wirtschaftsperspektiven könnten Stabilität ja sogar Zuwächse erreicht werden.

Die Stadt München reagiert auf die Wohnungsknappheit mit der verstärkten Förderung von Wohnungsbau. Jährlich werden in München etwa 5.000 bis 7.000 neue Wohnungen gebraucht. Das jährliche Wachstum an fertiggestellten neuem Wohnraum in München bleibt dennoch weit hinter dem ermittelten Bedarf zurück. Der Leerstand an Wohnungen in München liegt mit 1,1% weit unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt. In Köln ist die Situation ähnlich.

Unverzichtbar für eine solide Altersvorsorge und ein lohnendes Investment sind Wohnimmobilien, egal ob selbst genutzt oder vermietet.
In guten und mittleren Lagen kann man von einer Bruttorendite von 6 bis 7,5% ausgehen.

Eine Abschwächung des wirtschaftlichen Umfelds schlägt sich mit einer zeilichen Verzögerung von etwa 1 Jahr auf den Wohnungsmarkt nieder.
Dabei bieten Anlagen in deutsche Wohnimmobilien einen guten Schutz vor Inflation. Der Immobilienertrag lag in den letzten Jahren immer mehrere Prozentpunkte über der Inflationsrate. Anleger konnten in den letzten 12 Jahren mit deutschen Immobilien inflationsbereinigt zusammengerechnet einen Ertrag von rund 50% erzielen. Bei Aktien war der Ertrag ähnlich hoch, aber sie mußten höhere Wertschwankungen hinnehmen ja sogar Verluste.