Gleichstellung PKV und GKV

Die Unternehmensberatung Steria Mummert startete eine Umfrage, wonach 6 von zehn gesetzlichen Krankenkassen mit der Zusammenarbeit ihrer Kooperationspartner aus der privaten Versicherungsbranche unzufrieden sind. Gleiches trifft jedoch auch auf die privaten Versicherungen zu.

Wenn es nach dem Willen der Bundesregierung geht, sollen gesetzliche und private Krankenversicherungen zukünftig enger zusammenarbeiten. So sollen sie nicht nur gemeinsame Geschäftsstellen betreiben, sondern auch die Leistungen für die Versicherten sollen sie zu gleichen Konditionen einkaufen können. 16 Millionen gesetzlich Versicherte haben sich bereits privat zusatzversichert. Lt. der Steria-Mummert-Umfrage haben die Kassen klare Vorstellungen, wie sie die Zusammenarbeit künftig gestalten wollen. Vor allem soll mit Hilfe des privaten Versicherungs- Partners die Vetriebsstärke verbessert und dadurch die Marktanteile erhöht werden. Durch die Erweiterung des  Angebots an Zusatzversicherungen soll der Wettbewerb unter den Kassen erhöht werden. Dabei ist auf den guten Ruf des privaten Versicherungspartners zu achten.

Im Gesetz zur „Neuordnung des Arzneimittelmarktes“ soll lt. Bundesregierung ein wichtiger Punkt geändert werden. Preise für neu auf den Markt gekommene Medikamente handelt künftig der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen aus. Diese Preise sollen nun auch für private Versicherer gelten. Bisher waren die Privatversicherer von den staatlichen Preisregeln für Medikamente ausgeschlossen, sie zahlten weit höhere Preise als die gesetzlichen Kassen. Diese Regelung wird allerdings in der Pharmaindustrie nicht gut ankommen, denn Privatversicherer waren besonders lukrative Kunden.

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