Wechsel in die PKV lohnenswert?

Bessere Leistungsangebote, flexible Tarife, die Beiträge sind einkommensunabhängig – damit wirbt die PKV und es klingt überzeugend. Trotzdem wechseln nicht alle die könnten von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung. Denn beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile.

Wer darf sich in der PKV eigentlich versichern, dass sind Selbständige, Freiberufler  und Beamte. Bei Angestellten gab es bis vor kurzem die Einschränkung, dass ihr Einkommen konstant 3 Jahre lang oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze von 49.950 € liegen muß. Diese Regelung wurde jetzt gekippt, so dass wechselwillige Angestellte, deren Einkommen in diesem Jahr oberhalb der Entgeltgrenze liegt, im nächsten Jahr in die PKV wechseln können. Wer diese Einkommensgrenze nicht erreicht, kann seine gesetzlichen Kassenleistungen durch private Zusatzversicherungen aufstocken. Hoch im Kurs stehen Zusatzversicherungen für den stationären Bereich sowie ein umfassender Ergänzungsschutz für Zahn-Erhalt und Zahn-Ersatz.

Die Beiträge in der PKV richten sich nach Alter, Geschlecht und dem Gesundheitszustand des Versicherten und natürlich nach den gewünschten Versicherungsleistungen. Im Beitrag enthalten ist eine sogenannte Alterungsrückstellung. Damit werden die höheren Versicherungsleistungen im Alter schon mit einkalkuliert. Und dennoch werden die Beiträge u.a. durch Kostenerhöhungen spürbar angepaßt.

Was spricht nun für einen Wechsel in die PKV?

  • die Leistungen werden über die gesamte Laufzeit garantiert
  • der Tarif ist frei wählbar und der Versicherungsschutz kann individuell zusammengestellt werden
  • wenn Leistungen nicht in Anspruch genommen werden, kann man sich den Beitrag rückerstatten lassen
  • der Krankenschutz besteht je nach Tarif weltweit
  • bei Zahnersatz ist die Kostenerstattung je nach Tarif sehr hoch
  • die Kosten für eine Behandlung beim Heilpraktiker werden je nach Tarif übernommen
  • Heil- und Arzneimittel sind von Zuzahlungen befreit
  • bei stationärer Behandlung Anspruch auf Einzelbettzimmer sowie Chefarztbehandlung – je nach Tarif

Was spricht gegen einen Wechsel?

  • keine Familienversicherung möglich, jedes Familienmitglied muß selbst zahlen
  • bei Vorerkrankungen sind Risikozuschläge möglich oder Leistungen werden gestrichen
  • alle Rechnungen müssen im Voraus bezahlt werden
  • während des Mutterschafts- und Erziehungsurlaubes ist man in den meisten Fällen nicht von Beitragszahlungen befreit
  • Beitragsanpassungen sind möglich
  • alle Rechtsstreitigkeiten vor dem Zivilgericht sind kostenpflichtig

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