Abgeltungssteuer

30 % Abgeltungssteuer – 25 % Einkommenssteuer und 5,5 % Solibeitrag und evtl. Kirchensteuer – wurde zum 01.01.2009 in Deutschland eingeführt. Die Einkommenssteuerlast von 42 % für Spitzenverdiener galt bis 31.12.2008. Natürlich eine Reduzierung der persönlichen Steuerlast, aber auch die Abzugsfähigkeit der Werbungskosten wurde bei ledigen auf 801 Euro und bei Verheirateten auf 1.602 Euro p.a. gekürzt.

Bei Kapitaleinkünften ist es durchaus möglich, das diese jetzt abziehbaren Werbungskosten nicht einmal die entstandenen Vermögensverwaltung- und Depotführungsgebühren decken. Zusätzlich dürfen bei Kapitalanlagen, die über ein Darlehen finanziert wurden, die Zinsraten nicht mehr von der Steuer abgesetzt werden. Die Anlage in Investmentfonds kann durch die Abzugsmöglichkeiten der Vermögensverwaltungskosten die Erträge steuerwirksam mindern. Unter Umständen kann eine vermögensverwaltende Kapitalgesellschaft die Lösung der Interessenkonflikte zwischen steuerlich optimierter Vermögensanlage und der Individualität des Einzelnen sein.

Kapitalgesellschaften legen das Vermögen den jeweiligen Vorstellungen des Anlegers entsprechend an und erreichen damit eine 95 %ige Steuerbefreiung der Erträge. Die Kosten für die Depot- und Vermögensverwaltung sind auf der Ebene von Kapitalgesellschaften steuerlich voll absetzbar. Die laufenden Erträge werden damit zum Großteil nicht mit Steuern belegt. Zinserträge unterliegen der Abgeltungssteuer. Erst wenn der Anteilseigner seine Anlage ausgezahlt bekommt, greift die Abgeltungssteuer. Es wird nun auch gleich diskutiert, ob vermögensverwaltende Kapitalgesellschaften als Finanzunternehmen einzuordnen sind.  Laut Vorschrift im Körperschaftssteuergesetz dürfen Finanzunternehmen nicht von der 95 %igen Steuerbefreiung profitieren.

Nachhaltig investieren und ein Anlagemix an Immobilien, Rohstoffe oder Festgelder sollte das Ziel einer vermögensverwaltenden Kapitalgesellschaft mit Blick auf die Steuerbelastung für bestimmte Erträge sein. Ein unabhängiges Vermögenscontrolling mit Steuerberater und Vermögensverwalter sind unbedingt erforderlich, um die steuerlichen Belange für den Investor zu erfüllen.

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