Wohnimmobilien und Mieten in der Krise

Zwangsversteigerungen an Wohnimmobilien ergeben in der Konsequenz mehr Nachfrage nach Mietwohnraum und damit mehr Profit für den Vermieter, da die Mieten steigen würden. Steht der Nettowert (Marktwert minus Hypothekenschuld) einer Immobilie im Minus, dann ist der Eigentümer solch eines Objektes meist gezwungen zu verkaufen. Für das Jahr 2007 wurden 3 Millionen neue Mieter erwartet, die Prognose ging dahin, dass diese künftigen Mieter ihre Eigenheime nicht mehr finanzieren können.

Zur Realität wird diese Vorstellung, wenn nur die Personen zwischen Eigentums- und Mietmarkt wechseln. Dann kann der Gewinn für die Vermieter steigen. In den USA ändert sich im Moment wenig. Dort wird beides parallel zwischen den Märkten ausgetauscht. In der Praxis erscheint die Mietentwicklung nach den sinkenden Rohstoffpreisen günstig. Aber die tatsächliche Entwicklung im Verlauf der Krise zeigt, wie unterdurchschnittlich im Verhältnis zum Preisindex die Mieten abgeschnitten haben.

In den USA gibt es bereits negative Erkenntnisse für die Mietentwicklung. Der starke Angebotsüberhang auf dem Wohnungsmarkt wird die Inflationsrate wegen der starken Mietkomponenten  weiter nach unten tendieren lassen. Der private Vermieter kann in der Regel erst verspätet auf die veränderte Marktlage reagieren. Professionell organisierte Bestandshalter (REIT’s) mit ihren Zahlen ergeben im Vergleich, dass bereits ein Jahr vor der allgemeinen Marktstatistik eine Veränderung der Marktlage eintreten wird. Die REIT-Zahlen prognostizieren fallende Mietpreise ab Anfang 2010. Gerade in den schwierigen Zeiten muss Mietern attraktiver Wohnraum in günstigen Lagen und hoher Qualität der Objekte geboten werden. Ein gutes Vermietungsergebnis erfordert erhöhten Aufwand.

Für die Anleger ergibt sich als Fazit, dass kaum große Gewinne erreicht werden können. So sinkt bei den Anlegern die Bereitschaft, in Fonds zu investieren. Die aus den USA kommenden Negativnachrichten machen es sehr schwierig, neue Fonds zu platzieren.

Mit der starken Steigerung der Objektpreise ab etwa 2002 konnte die Mietentwicklung nicht mithalten. Folgen sind hohe  Preise für die Objekte, aber die wirtschaftliche Verwendung nicht rentabel. Es ergibt sich ein momentanes Überangebot von leerstehendem Wohnraum. Die langsam abklingende Krise bringt Hoffnung, die vorhandenen Bestände unbeschadet zu erhalten. Ein optimistischer Trend zeigt sich bereits in den positiven gesamtwirtschaftlichen Vorhersagen aus den USA.  Dem steigenden Konjunkturbarometer werden auch die Immobilien bald folgen.

Helmut Röschinger gründete vor über 40 Jahren mit zwei Partnern und 5 Privatbanken die ARGENTA. Seit 1974 ist Dr. H. Röschinger Alleingesellschafter des Unternehmens. Seine Ergenisse in der Branche brachten ihm große Erfolge. Er investierte 1,65 Milliarden  Euro und baute damit 110 Immobilienobjekte mit 1.000.000 Quadratmetern Wohnraum und Büro- und Gewerbeflächen. Er verkaufte an Banken, Fonds, Versicherungen und Pensions- und Versorgungskassen, was er nicht mehr im Bestand haben wollte. zu seinen Bewegungsfeldern gehörte nicht nur die Immobilienbranche. während der Energiekrise entwickelte er Erdöl- und Erdgasexplorationsfonds. Das Geld wurde in Kanada und der USA bei etwa 1.400 Bohrungen eingesetzt. Das erfolglose Ölgeschäft hinderte ihn nicht daran, in Deutschland weiter zu investieren. Alte Industrieflächen führte er der Rückgewinnung von Geschäftsvierteln mit Büros, Restaurants, Läden und Hotels zu.

Alles richtig gemacht hat Dr. H. Röschinger und dabei gut verdient. Er ist  nicht der Gier verfallen, wie andere erfolgreiche Leute, die größenwahnsinnig geworden sind.

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