Inflation und Deflation

Inflation bedeutet Geldentwertung, übermäßige Ausgabe von Zahlungsmitteln, eine sinkende Gütermenge und die wachsende Geldmenge sind nicht mehr im Gleichgewicht. Deflation ist die Abnahme des Preisniveaus durch sinkende Nachfrage. Rezession bedeutet Rückgang der Konjunktur (Aufschwung). Unter Rezessuion leiden Aktien –  Staatsanleihen unter Inflation.

Voraussagen für die Erholung der Weltwirtschaft aus vier verschiedenen Blickwinkeln:

  • Die Weltwirtschaft wird sich nach dem senkrechten Absturz im letzten Jahr wieder etwas erholen. Von der Bodenlinie wird sie ein Stück nach oben schnellen und dort lange stehen bleiben. Die Optimisten sagen rasanter Abschwung, rasanter Aufschwung. Vermögensverlust ist bei allen die große Angst.
  • Eine eventuell kommende Inflation würde alle treffen, die die Geld haben, egal ob Millionäre oder Kleinsparer. Das letzte Statium der weltweit stark gestiegenen Verschuldung wäre der Verfall des Geldes. Eine  Inflationsrate bis zu 10 % könnte kommen.
  • Die Deflation an den Finanzmärkten ist beendet. Aber die sinkenden Benzinpreise und Milchpreise schürenbei den Verbrauchern Mißtrauen. Der stärkste Preistreiber ist frisches Kapital, schätzungsweise 2000 Milliarden Dollar, welches derzeit von allen Regierungen in die Ankurbelung der Konjunktur gepunpt wird. Die OECD-Länder werden bis 2011 eine Schuldenquote von 80 – 100 % des Bruttoinlandproduktes erreichen. Das Geld aus den Konkunkturprogrammen muß in den Kreislauf der Wirtschaft schnellstens einfließen. Doch die Geschäftsbanken leben das geliehene Geld der Zentralbanken bei der Notenbank an, statt den Unternehmen, wie angedacht, Kredite zu gewähren.
  • In den nächsten 10 Jahren wird es eine Verteuerungsrate von bis zu vier Prozent geben. Dann wird die geliehene Geldmenge auf die Wirtschaft wirken.  Sachwerte wie Rohstoffe und Immobilien sind deshalb im Moment die besten Anlagegüter. Eine Hyperinflation, eine Horrorvorstellung mit möglicherweise 50 % Teuerungsrate im Monat, unvorstellbar, aber für einige wenige denkbar. Die Angst davor ist den Deutschen noch im Bewußtsein. 1923 und 1948 gab es einen Währungsschnitt, bei dem die Bürger fast alle Geldwerte verloren hatten. Bei weiteren Preisanstiegen sind Aktien die schlechtere Wahl für Anlagen. Selbstgenutzte Immobilien sorgen für den größten Schutz. Sie haben einen Gebrauchswert. Inflationsgesicherte Staatsanleihen sind eine gute Wahl, wenngleich sie nur einen geringen Gewinn bringen würden. Zur Absicherung sind sie aber zu empfehlen, denn das gemäßigte Inflationsszenario ist das wahrscheinlichste. Gold als Krisenmetall ist eine potentielle Anlage, aber als Spekulationsgeschäft wirft es keine Zinsen ab und die Lagerung ist teuer.

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