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Wohnimmobilien und Mieten in der Krise

Zwangsversteigerungen an Wohnimmobilien ergeben in der Konsequenz mehr Nachfrage nach Mietwohnraum und damit mehr Profit für den Vermieter, da die Mieten steigen würden. Steht der Nettowert (Marktwert minus Hypothekenschuld) einer Immobilie im Minus, dann ist der Eigentümer solch eines Objektes meist gezwungen zu verkaufen. Für das Jahr 2007 wurden 3 Millionen neue Mieter erwartet, die Prognose ging dahin, dass diese künftigen Mieter ihre Eigenheime nicht mehr finanzieren können.

Zur Realität wird diese Vorstellung, wenn nur die Personen zwischen Eigentums- und Mietmarkt wechseln. Dann kann der Gewinn für die Vermieter steigen. In den USA ändert sich im Moment wenig. Dort wird beides parallel zwischen den Märkten ausgetauscht. In der Praxis erscheint die Mietentwicklung nach den sinkenden Rohstoffpreisen günstig. Aber die tatsächliche Entwicklung im Verlauf der Krise zeigt, wie unterdurchschnittlich im Verhältnis zum Preisindex die Mieten abgeschnitten haben.

In den USA gibt es bereits negative Erkenntnisse für die Mietentwicklung. Der starke Angebotsüberhang auf dem Wohnungsmarkt wird die Inflationsrate wegen der starken Mietkomponenten  weiter nach unten tendieren lassen. Der private Vermieter kann in der Regel erst verspätet auf die veränderte Marktlage reagieren. Professionell organisierte Bestandshalter (REIT’s) mit ihren Zahlen ergeben im Vergleich, dass bereits ein Jahr vor der allgemeinen Marktstatistik eine Veränderung der Marktlage eintreten wird. Die REIT-Zahlen prognostizieren fallende Mietpreise ab Anfang 2010. Gerade in den schwierigen Zeiten muss Mietern attraktiver Wohnraum in günstigen Lagen und hoher Qualität der Objekte geboten werden. Ein gutes Vermietungsergebnis erfordert erhöhten Aufwand.

Für die Anleger ergibt sich als Fazit, dass kaum große Gewinne erreicht werden können. So sinkt bei den Anlegern die Bereitschaft, in Fonds zu investieren. Die aus den USA kommenden Negativnachrichten machen es sehr schwierig, neue Fonds zu platzieren.

Mit der starken Steigerung der Objektpreise ab etwa 2002 konnte die Mietentwicklung nicht mithalten. Folgen sind hohe  Preise für die Objekte, aber die wirtschaftliche Verwendung nicht rentabel. Es ergibt sich ein momentanes Überangebot von leerstehendem Wohnraum. Die langsam abklingende Krise bringt Hoffnung, die vorhandenen Bestände unbeschadet zu erhalten. Ein optimistischer Trend zeigt sich bereits in den positiven gesamtwirtschaftlichen Vorhersagen aus den USA.  Dem steigenden Konjunkturbarometer werden auch die Immobilien bald folgen.

Helmut Röschinger gründete vor über 40 Jahren mit zwei Partnern und 5 Privatbanken die ARGENTA. Seit 1974 ist Dr. H. Röschinger Alleingesellschafter des Unternehmens. Seine Ergenisse in der Branche brachten ihm große Erfolge. Er investierte 1,65 Milliarden  Euro und baute damit 110 Immobilienobjekte mit 1.000.000 Quadratmetern Wohnraum und Büro- und Gewerbeflächen. Er verkaufte an Banken, Fonds, Versicherungen und Pensions- und Versorgungskassen, was er nicht mehr im Bestand haben wollte. zu seinen Bewegungsfeldern gehörte nicht nur die Immobilienbranche. während der Energiekrise entwickelte er Erdöl- und Erdgasexplorationsfonds. Das Geld wurde in Kanada und der USA bei etwa 1.400 Bohrungen eingesetzt. Das erfolglose Ölgeschäft hinderte ihn nicht daran, in Deutschland weiter zu investieren. Alte Industrieflächen führte er der Rückgewinnung von Geschäftsvierteln mit Büros, Restaurants, Läden und Hotels zu.

Alles richtig gemacht hat Dr. H. Röschinger und dabei gut verdient. Er ist  nicht der Gier verfallen, wie andere erfolgreiche Leute, die größenwahnsinnig geworden sind.

Anreiz Immobilienkauf

Zur Zeit ist es günstig, eine Immobilie zu kaufen. Einer Studie des Baugeldvermittlers Hypotheken Discount nach sind 44,3 % der Deutschen davon überzeugt, dass die Immobilienpreise nach dem Platzen der Immobilienblase besonders in den USA und Spanien auch in Deutschland gefallen sind. Wieder zeigte sich der Wertverlust besonders in ländlichen Gegenden. In Ballungsräumen und Städten mit hohem Studentenanteil, gemessen an der Gesamteinwohnerzahl, stieg der Immobilienwert überdurchschnittlich an. 37,3 % der Befragten wußten, dass der zur Zeit niedrige Zinssatz beim Kauf einer Immobilie möglich ist.

Andere Kapitalanlagen sind derzeit zu riskant und werfen nicht genug Gewinn ab – so denken etwa 12 %.

Starke Preissteigerungen auf dem Immobilienmarkt erwarten 2,4 % und denken, die Immobilie dann mit großem Gewinn verkaufen zu können. Für 4 % sind die staatlichen Steuervorteile ein Anreiz zum Immobilienkauf.

Aufklärungsbedarf besteht im Segment der über Sechzigjährigen. Hier wissen nur etwa 66 % über die günstige Zinssituation sowie die alternativen unrentablen Kapitalanlagen bescheid. Alles Gründe für eine lohnende Investition in Immobilien. Männer kennen sich im allgemeinen (39,9 %) mit dem jetzigen Zinsniveau besser aus als Frauen.

Ist also in Wirklichkeit nicht der Preis für eine Immobilie gefallen, sondern der niedrige Zinssatz lässt es so aussehen?

Insolvenzen

Mit 17 % mehr Firmeninsolvenzen als 2008 rechnen die Wirtschaftsexperten im Jahr 2009 (35.000 Pleiten). Jobs gehen verloren, wenn den Insolvenzverwaltern die fachliche Kompetenz fehlt. Firmen abwickeln ist ein lohnendes Geschäft, an dem viele mitverdienen wollen. Berufsanfänger ohne Sanierungserfahrung. Wirtschaftsprüfer und Anwälte tummeln sich auf dem in Deutschland nicht funktionierenden Markt der Firmeninsolvenzen. Ein Mandant sollte immer an den besten Sanierer gehen, aber Kriterien mit denen man die Fähigkeiten eines Insolvenzverwalters messen könnte, gibt es nicht. Wer sich am besten verkaufen kann, erhält von den Amtsrichtern die Aufträge, ohne Vorkenntnisse über die insolvente Firma zu haben. So scheitern zwangsläufig viele Sanierungen und viele Arbeitsplätze gehen verloren. Das fehlende Hintergrundwissen der Sanierer über eine Pleitefirma lässt Firmen oftmals keine Chance, vielleicht doch noch gerettet zu werden. Für Gläubiger könnten mehr als zwölf Milliarden Euro Verluste durch unfähige Insolvenzverwalter, die ihre Möglichkeiten nicht ausschöpfen, entstehen.

Deutschland hat die schlechtesten Ergebnisse der Insolvenzverwaltung, aber weltweit das beste Insolvenzgesetz. Theorie und Praxis klaffen wie so oft auseinander. Klinken putzen auf den Gerichten für einen Auftrag, ohne Unterschied, ob erfahrene und erprobte Sanierer mit guten Ergebnissen oder eben ohne. Alleine eine gleichmäßige Verteilung auf alle Kanzleien im Ort kommt es an. Einer zu fürchtenden Klage wegen Benachteiligung bei einer Bestellung gehen die Richter mit dieser Praxis aus dem Weg. Auf die Interessen der Unternehmen wird dabei nur wenig geachtet. Der Weg des geringsten Widerstandes wird gewählt, da die Richter selbst sehr oft bei der Auswahl der Kandidaten unter Druck geraten. Die Frage nach Abschlussnoten reicht schon, um selbst Beklagter zu werden. 

Am schwersten kalkulierbar in diesem Geschäft ist die Auftragsbeschaffung. Gläubiger erwarten, dass Experten sich um insolvente Firmen kümmern, ihre Interessen kompetent vertreten werden. Juristen als Insolvenzverwalter, denn die Richter glauben wohl, die können alles. Aber die betriebswirtschaftliche Ausbildung ist doch wohl die Grundlage, ein Wirtschaftsunternehmen erfolgreich aus der Insolvenz zu führen. Aber es gibt kaum Kriterien für die Vorbildung eines Verwalters.

Die Insolvenzordnung schreibt vor, Verwalter müssen geschäftskundig sein und eine unabhängige natürliche Person gegenüber Gläubiger und Schuldner sein. Um an Aufträge heranzukommen, soll eine “Belohnung” der Richter im großen Stiel möglich sein. Um derartige Deals zu erschweren, hat das Bundesverfassungsgericht verfügt, dass keine geschlossenen Listen bei den Amtsgerichten geführt werden dürfen. Die gleichzeitig geforderten Qualifizierungsstandards gibt es bis heute nicht, somit ist auch eine Auswahl aus den offen geführten Listen nach bestens geeigneten Verwaltern zusätzlich erschwert.

Inzwischen gibt es einige wenige Richter, die sich auf Insolvenzrecht spezialisiert haben. Erst wenn ein Insolvenzverfahren überhaupt eröffnet wird, besteht die Chance, Ansprüche der Gläubiger zu befriedigen und Arbeitsplätze zu erhalten. Damit es dazu kommt, muss der vorläufig bestellte Verwalter ordentlich was leisten. Substanz im Unternehmen ausfindig machen. Regional sind die Erfolgsquoten einer Insolvenzeröffnung sehr unterschiedlich. Ursache hierfür kann nicht alleine die Unkenntnis der Unternehmen über die Möglichkeiten der Insolvenzverwalter sein. Stillschweigende Übereinkünfte für Firmensterben könnten eine Ursache sein. Der Verwalter bekommt sein Honorar sowieso. Ärger und Arbeit werden verhindert.

Die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie wird den deutschen Verwaltern Konkurrenz aus dem Ausland bringen, denn es wird nicht mehr ein Verwalter aus der nahen Umgebung des Unternehmens gestellt werden müssen. Überlegungen, wie eine Zulassung eines Verwalters geregelt werden kann, gibt es bereits im Bundesjustizministerium. Eignungsprüfungen oder Lizenzen stehen im Blickpunkt.

weiter steigende Mieten

Lt. Immobilienvermittler Planet Home werden die Mieten in Deutschland trotz Deflation weiter steigen und auf lange Sicht gesehen wird es zu einer Wohnungsknappheit kommen.

München ist Spitzenreiter, was die Mieten angeht. dort zahlt man Nettokaltmiete 15 Euro pro Quadratmeter. In Gesamtdeutschland liegt die Durchschnittsmiete bei6,31 Euro mit der Tendenz steigend. Lt. einer Studie werden in Deutschland im Jahr 2025 ungefähr 360.000 Wohnungen fehlen und 160.000 davon werden aufgrund von Baufälligkeiten nicht mehr bewohnbar sein.

“Spätestens dann deckt das Angebot die Nachfrage nicht mehr – es drohen deutliche Mietpreiserhöhungen.”

so Robert Anzenberger, Vorstand von Planet Home.

Aufgrund dieser Situation kann man schon mal über den Kauf seiner eigenen vier Wände nachdenken, zumal die Zinsen zur Zeit niedrig sind. Die monatliche Kreditrate bleibt über viele Jahre stabil, während die Mieten von Jahr zu Jahr steigen.

Eine Studie belegt, dass 59 % der Mieter es vorziehen würden, in ihrem eigenen vier Wänden zu wohnen, aber gerade mal 20 % haben dafür auch konkrete Pläne. Dabei könnten sich viele den Kauf einer eigenen Immobilie gut leisten, so Anzenberger. Aktuell liegt der Zinssatz für einen zehnjährigen Hypothekenkredit bei 3,6 %. Ein Baukredit von 200.000 Euro bei einer zehnjährigen Zinsbindung und zwei Prozent Anfangstilgung ist mit einer monatlichen Belastung von 930 Euro zu haben. 20 % des Kaufpreises sollten jedoch aus eigenen finanziellen Mitteln bezahlt werden.

Inflation und Deflation

Inflation bedeutet Geldentwertung, übermäßige Ausgabe von Zahlungsmitteln, eine sinkende Gütermenge und die wachsende Geldmenge sind nicht mehr im Gleichgewicht. Deflation ist die Abnahme des Preisniveaus durch sinkende Nachfrage. Rezession bedeutet Rückgang der Konjunktur (Aufschwung). Unter Rezessuion leiden Aktien –  Staatsanleihen unter Inflation.

Voraussagen für die Erholung der Weltwirtschaft aus vier verschiedenen Blickwinkeln:

  • Die Weltwirtschaft wird sich nach dem senkrechten Absturz im letzten Jahr wieder etwas erholen. Von der Bodenlinie wird sie ein Stück nach oben schnellen und dort lange stehen bleiben. Die Optimisten sagen rasanter Abschwung, rasanter Aufschwung. Vermögensverlust ist bei allen die große Angst.
  • Eine eventuell kommende Inflation würde alle treffen, die die Geld haben, egal ob Millionäre oder Kleinsparer. Das letzte Statium der weltweit stark gestiegenen Verschuldung wäre der Verfall des Geldes. Eine  Inflationsrate bis zu 10 % könnte kommen.
  • Die Deflation an den Finanzmärkten ist beendet. Aber die sinkenden Benzinpreise und Milchpreise schürenbei den Verbrauchern Mißtrauen. Der stärkste Preistreiber ist frisches Kapital, schätzungsweise 2000 Milliarden Dollar, welches derzeit von allen Regierungen in die Ankurbelung der Konjunktur gepunpt wird. Die OECD-Länder werden bis 2011 eine Schuldenquote von 80 – 100 % des Bruttoinlandproduktes erreichen. Das Geld aus den Konkunkturprogrammen muß in den Kreislauf der Wirtschaft schnellstens einfließen. Doch die Geschäftsbanken leben das geliehene Geld der Zentralbanken bei der Notenbank an, statt den Unternehmen, wie angedacht, Kredite zu gewähren.
  • In den nächsten 10 Jahren wird es eine Verteuerungsrate von bis zu vier Prozent geben. Dann wird die geliehene Geldmenge auf die Wirtschaft wirken.  Sachwerte wie Rohstoffe und Immobilien sind deshalb im Moment die besten Anlagegüter. Eine Hyperinflation, eine Horrorvorstellung mit möglicherweise 50 % Teuerungsrate im Monat, unvorstellbar, aber für einige wenige denkbar. Die Angst davor ist den Deutschen noch im Bewußtsein. 1923 und 1948 gab es einen Währungsschnitt, bei dem die Bürger fast alle Geldwerte verloren hatten. Bei weiteren Preisanstiegen sind Aktien die schlechtere Wahl für Anlagen. Selbstgenutzte Immobilien sorgen für den größten Schutz. Sie haben einen Gebrauchswert. Inflationsgesicherte Staatsanleihen sind eine gute Wahl, wenngleich sie nur einen geringen Gewinn bringen würden. Zur Absicherung sind sie aber zu empfehlen, denn das gemäßigte Inflationsszenario ist das wahrscheinlichste. Gold als Krisenmetall ist eine potentielle Anlage, aber als Spekulationsgeschäft wirft es keine Zinsen ab und die Lagerung ist teuer.

Geldanlage in Immobilien und Immoblienfonds

Die Zeichen stehen auf Aufwind für die Immobilienaktien und Reit’s in Deutschland. Ende der 90er Jahre gaben Experten den offenen Immobilienfonds nur wenig Chancen. Sie sahen bessere Aussichten in Börsengängen von Immobilienunternehmen mit vielen Milliarden Euro Marktkapitalisierung.Vom damaligen Aktienrausch in Deutschland profitierte auch die Immobilienaktie. Ein Drittel der Marktkapitalisierung gingen im Jahr 2000 verloren. Sie konnten sich der Aktienbaisse nicht entziehen.  Bei nur knapp 7 Milliarden Marktkapitalisierung stand der Wert Ende 2004, während es noch 1999 15,3 Milliarden Euro waren.

Das angebliche “Auslaufmodell” offene Immobilienfonds hingegen legte so kräftig zu wie noch nie zuvor. Von 2001 bis 2003 legten Deutsche Kapitalanleger 36 Milliarden Euro in die klassische Form der indirekten Immobilienanlage Gelder an. In Aktien im Immobiliengeschäft wollte kein Deutscher mehr anlegen.

Ihren Weg an die Börse zurück fanden die Immobilienaktien im Herbst 2004. Bis 2007 kletterte der Dimax um 128 %. In dieser zeit wurden wieder die Stimmen lauter die an offenen Immobilienfonds das “Aus” vorhersagten.  Immobilienaktien und besonders die per Gesetz ab 23. März 2007 eingeführten Reit’s in Deutschland, würden die offenen Immobilienanlagen als indirekte Anlage ablösen, dachten damals viele Beobachter. Den Anlegern sollte in dieser zeit mit Zertifikaten ermöglicht werden, am Boom der Immobilienaktie zu verdienen. Die zahlreichen Immobilienaktienfonds machten es privaten Anlegern schwer, Durchblick zu erhalten. Endlich kamen wieder die Zeiten, in denen man mit Immobilienaktien Geld verdienen kann. Um etwa 32 Prozent haben diese Aktien bis heute zugelegt und es werden noch weiter steigende Kurse erwartet. Es wird eine Marktbereinigung kommen, in der Aktien mit klaren Standards und überzeugenden Geschäftsbedingungen von sogenannten “Luftnummern” getrennt werden.

So kam schon Ende Mai die Insolvenz der Deutschen Beamtenvorsorge Immobilienholding. Als Vorreiter in Sachen Immobilienaktien gab es imUnternehmen schon immer Unübersichtlichkeit, Undurchsichtigkeiten und große Interessenkonflikte. Inzwischen sind offene Immobilienfonds gesetzlich gezwungen, sich transparent zuziegen. Sie müssen Mieten und Verkehrswerte auf Einzelobjekte veröffentlichen. Die börsenorientierten Immobilienaktiengesellschaften geben diese wichtigen Angaben für Analysten nicht. In Deutschland liegt mit 34,7 Prozent diese Transparenz am niedrigsten. Mit 72,5 % sind die Niederlande an der Spitze, gefolgt von Großbritanien (50,1 %) und Frankreich (42,6 %).

Eine Veränderung in der Börsenlandschaft für Immobilien wird kommen. Insbesondere die REIT’s werden kommen. Siekamen nach endlosen Debatten zum falschen Zeitpunkt, genau in dem Moment, als die Baisse bei den deutschen Immobilienaktien voll gegriffen hat. Der besondere Anreiz für REIT’s ist die Befreiung  von der Körperschaftssteuer. Um diesen Reit-Status zuerreichen, müssen bestimmte vom Gesetzgeber festgelegten Kriterien eingehalten werden. Sie sind untereinander vergleichbar. Hohe Dividendengewinne sind im Mutterland derREIT’s (USA) ein wichtiger Grund für Aktionäre, zu investieren. In Deutschland hingegen werden kaum Dividenden gezahlt.

Langfristig gesehen wird es in einigen Jahren neue Börsengänge geben. Die REIT’s werden an Bedeutung eben durch ihre Transparenz gewinnen und Gesellschaften mitunklaren Geschäftsmodellen werden vom Markt  verschwinden. Beim Verkauf von Immobilienbeständen an REIT’s sollte das auf 2 Jahre  befristete Steuerprivileg dringend vom Gesetzgeber überprüft werden.

Das Geldvermögen der deutschen Haushalte

Deutsche Haushalte verfügen über mehr als 4.500 Mrd. € Geldvermögen, das in Aktien, Geldmarktpapieren, Investmentfonds und Rentenwerten investiert ist. Ein Großteil davon ist auf Bankkonten deponiert oder in Versicherungspolicen eingezahlt.
Rund 370 Mrd. € waren 2006 laut Deutscher Bundesbank in Aktien investiert. Davon wird regelmäßig ein Teil dieser Anlagesummen in den nächsten Monaten sicherlich wieder umgeschichtet werden.
Seit 1. Januar 2009 erhebt der Fiskus pauschal von Zinsen, Dividenden und Kursgewinnen eine 25% ige Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfall Kirchensteuer.

Auf der besonderen Einstufung von Versicherungspolicen, können Anleger deshalb mit Versicherungslösungen besser dastehen.

Denn für Lebensversicherungen und Rentenversicherungen ist nur die Hälfte der Kapitalerträge zu versteuern, wenn der Vertrag mindestens zwölf Jahre lang läuft und nicht vor dem 60. Lebensjahr ausgezahlt wird. Bei Rentenversicherungen greift in der Rentenbezugszeit die Ertragsanteilsbesteuerung. Diese beträgt bei einem 65-jährigen Rentner 18 %.

In der Ansparphase genießen Fondspolicen den Vorteil, dass Kapitalerträge steuerfrei bleiben und so der Zinseszinseffekt seine volle Wirkung entfalten kann. Weiterhin sind Fondsumschichtungen im Versicherungsmantel von der Abgeltungssteuer befreit. Damit können Anleger weiterhin flexibel auf Kapitalmarktentwicklungen reagieren, ohne steuerpflichtig zu werden.

Ob der Gesamtertrag einer Fondspolice jedoch auf Grund der Kostenstruktur von Versicherungspolicen besser ausfällt, als dies bei einer reinen Fondsanlage der Fall wäre, wird die Zukunft zeigen.

Keine Einigung zwischen Banken und Sparkassen

Die Banken und Sparkassen konnten sich wieder nicht einigen, welche Höchstgebühr für das Geldabheben an fremden Geldautomaten erhoben wird. Zumindest gibt es einen Teilerfolg – die Kunden sollen zumindest ab dem kommenden Jahr am Automaten erfahren, wieviel ihnen das geldgebende Instititut berechnet. Der Kunde hat dann 2 Möglichkeiten , entweder    akzeptiert er den Preis oder er bricht den Vorgang ab und sucht sich einen anderen Automaten. Die privaten Banken kündigten an, die Gebühren für Fremdkunden auf 1,95 € zu begrenzen. Offen ist jedoch, wieviel Volksbanken und sparkassen von fremden Kunden verlangen.

Beide Insititute (Volksbanken 19050 Automaten und Sparkassen 25700 Automaten) betreiben fast 80 Prozent aller Geldautomaten. Dagegen stehen die Privatbanken mit nur rund 11000 Geldautomaten. “Die privaten Geschäftsbanken sollen erst einmal die fehlenden 14000 aufstellen, dann können wir uns bei Leistungen und Preisen auf Augenhöhe begegnen” erklärte Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis. Die Gebührenanzeige am Automaten bezeichnete das Bundesverbraucherschutzministerium als ersten Schritt in die richtige Richtung. “Leider ist das Problem der zum Teil völlig überzogenen Gebühren beim Fremdabheben nach wie vor ungelöst”, so das Ministerium.

Wohnimmobilien – krisenfeste, rentable Anlagen

In Ballungsgebieten und Städten ab 20.000 Einwohner wird bekanntermaßen vornehmlich investiert. Diese Gebiete mit guter Infrastruktur und Kaufkraft bestimmen die Lage der Objekte. Attraktive Wohnungen sollten sich an wachsenden, wirtschaftlich stabilen Standorten befinden und den Wandel in der Bevölkerungsstruktur beachten.

Auf Grund geringer Neubauten, aber wachsender Zahl der Haushalte wird in Städten wie Hamburg, München, Stuttgart, Köln usw. eine Wohnraumverknappung eintreten. Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware, in der Folge werden die Mieten ansteigen.

Ein hohes Instandhaltungsrisiko bei Bestandsbauten sowie eventuell erhöhte Kosten bei der Umsetzung für energiesparendes Wohnen, gibt den Neubauten viel höhere Kosten- und Kalkulationssicherheit. Favorisiert werden Neubauten auch wegen der zeitgemäßen Ausstattung in Bezug auf Grundriß, Fußbodenheizung, moderne Einbauküchen sowie Wohnungsanzahl und Größe.

Mit einer Entspannung auf den Wohnimmobilienmärkten ist derzeit kaum zu rechnen, wenn man sich die Leerstandsentwicklung und das Neubauvolumen betrachtet. Wohnungsbestände ab dem Baujahr 1995 wird in den größten Städten wieder gefragt sein. In Städten mit positiver Bevölkerungsentwicklung und guten Wirtschaftsperspektiven könnten Stabilität ja sogar Zuwächse erreicht werden.

Die Stadt München reagiert auf die Wohnungsknappheit mit der verstärkten Förderung von Wohnungsbau. Jährlich werden in München etwa 5.000 bis 7.000 neue Wohnungen gebraucht. Das jährliche Wachstum an fertiggestellten neuem Wohnraum in München bleibt dennoch weit hinter dem ermittelten Bedarf zurück. Der Leerstand an Wohnungen in München liegt mit 1,1% weit unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt. In Köln ist die Situation ähnlich.

Unverzichtbar für eine solide Altersvorsorge und ein lohnendes Investment sind Wohnimmobilien, egal ob selbst genutzt oder vermietet.
In guten und mittleren Lagen kann man von einer Bruttorendite von 6 bis 7,5% ausgehen.

Eine Abschwächung des wirtschaftlichen Umfelds schlägt sich mit einer zeilichen Verzögerung von etwa 1 Jahr auf den Wohnungsmarkt nieder.
Dabei bieten Anlagen in deutsche Wohnimmobilien einen guten Schutz vor Inflation. Der Immobilienertrag lag in den letzten Jahren immer mehrere Prozentpunkte über der Inflationsrate. Anleger konnten in den letzten 12 Jahren mit deutschen Immobilien inflationsbereinigt zusammengerechnet einen Ertrag von rund 50% erzielen. Bei Aktien war der Ertrag ähnlich hoch, aber sie mußten höhere Wertschwankungen hinnehmen ja sogar Verluste.

Denkmalschutz und Immobilien

Denkmalgeschützte Immobilen erleben derzeit eine wiederentdeckte Nachfrage. Aus Anlegersicht ein lohnender Sachwert mit Steuerkick durch erhöhte Abschreibungsmöglichkeiten für Sanierungs- und Renovierungskosten. Staatliche Fördermöglichkeiten, der knappe Wohnraum in den Ballungsgebieten bieten gute Rahmenbedingungen für die Anlageimmobilien.
Denkmalprojekte in der eigenen Nachbarschaft erscheinen manchen Käufer recht attraktiv. Etwa 50 Prozent der Käufer sind Eigennutzer.

Die Anzahl zur Verfügung stehender Objekte ist beschränkt. Die Vermarktung der unter Denkmalschutz stehenden Objekte ist klar definiert. Zielgruppen sind Kunden im Spitzensteuerbereich. So ist es heute selbst für gut etablierte Unternehmen nicht einfach von den Banken eine Baufinanzierung gewährt zu bekommen. Kritisch wird von den Banken geprüft, um zu verhindern, daß zu viele Anbieter auf den Markt gelangen.

Durch die günstigen Rahmenbedingungen erhöht sich die Vermittlung von Immobilien als Kapitalanlage.
Anleger mit ausreichend hohem und sicherem Einkommen für einen langen Zeitraum, müssen gute Investitionsmöglichkeiten für Immobilien geboten werden.

Die andere Möglichkeit ist in Bestandsimmobilien oder Beteiligungen zu investieren.

Für den Projekterfolg im Immobilienbereich sind Kriterien wie Lage und Qualität der Sanierung maßgebend.
Denkmalobjekte und Denkmalschutzbehörde, Finanzamt und Eigentümer geraten in Steuerstreitigkeiten, ob ein Denkmalobjekt förderwürdig ist oder nicht. Die Denkmalschutzbehörde die für Erhaltung des Bauwerkes verantwortlich ist, erteilt die Bescheinigung, dass die erforderlichen Baumaßnahmen für den Erhalt des Denkmals nötig sind. Die Finanzbehörde verweigert dann aber den Steuervorteil, insbesondere bei Dachgeschoßwohnungen, die vorher nicht zu Wohnzwecken ausgebaut waren.

Rund 850.000 historische Bauten in Deutschland gibt es. Lohnenswert ist es doch, die zu Teil guten Standorte und ein weites Stück kulturelles Erbe zu erhalten.

Die Senkung des Spitzensteuersatzes wird durch hohe Abschreibungsmöglichkeiten erreicht. Denkmalobjekte werden zu Anlagen mit überdurchschnittlichen Renditen durch momentan niedrigem Zinsniveau.