Archiv für April 2010

Wohnimmobilien – krisenfeste, rentable Anlagen

In Ballungsgebieten und Städten ab 20.000 Einwohner wird bekanntermaßen vornehmlich investiert. Diese Gebiete mit guter Infrastruktur und Kaufkraft bestimmen die Lage der Objekte. Attraktive Wohnungen sollten sich an wachsenden, wirtschaftlich stabilen Standorten befinden und den Wandel in der Bevölkerungsstruktur beachten.

Auf Grund geringer Neubauten, aber wachsender Zahl der Haushalte wird in Städten wie Hamburg, München, Stuttgart, Köln usw. eine Wohnraumverknappung eintreten. Bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware, in der Folge werden die Mieten ansteigen.

Ein hohes Instandhaltungsrisiko bei Bestandsbauten sowie eventuell erhöhte Kosten bei der Umsetzung für energiesparendes Wohnen, gibt den Neubauten viel höhere Kosten- und Kalkulationssicherheit. Favorisiert werden Neubauten auch wegen der zeitgemäßen Ausstattung in Bezug auf Grundriß, Fußbodenheizung, moderne Einbauküchen sowie Wohnungsanzahl und Größe.

Mit einer Entspannung auf den Wohnimmobilienmärkten ist derzeit kaum zu rechnen, wenn man sich die Leerstandsentwicklung und das Neubauvolumen betrachtet. Wohnungsbestände ab dem Baujahr 1995 wird in den größten Städten wieder gefragt sein. In Städten mit positiver Bevölkerungsentwicklung und guten Wirtschaftsperspektiven könnten Stabilität ja sogar Zuwächse erreicht werden.

Die Stadt München reagiert auf die Wohnungsknappheit mit der verstärkten Förderung von Wohnungsbau. Jährlich werden in München etwa 5.000 bis 7.000 neue Wohnungen gebraucht. Das jährliche Wachstum an fertiggestellten neuem Wohnraum in München bleibt dennoch weit hinter dem ermittelten Bedarf zurück. Der Leerstand an Wohnungen in München liegt mit 1,1% weit unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt. In Köln ist die Situation ähnlich.

Unverzichtbar für eine solide Altersvorsorge und ein lohnendes Investment sind Wohnimmobilien, egal ob selbst genutzt oder vermietet.
In guten und mittleren Lagen kann man von einer Bruttorendite von 6 bis 7,5% ausgehen.

Eine Abschwächung des wirtschaftlichen Umfelds schlägt sich mit einer zeilichen Verzögerung von etwa 1 Jahr auf den Wohnungsmarkt nieder.
Dabei bieten Anlagen in deutsche Wohnimmobilien einen guten Schutz vor Inflation. Der Immobilienertrag lag in den letzten Jahren immer mehrere Prozentpunkte über der Inflationsrate. Anleger konnten in den letzten 12 Jahren mit deutschen Immobilien inflationsbereinigt zusammengerechnet einen Ertrag von rund 50% erzielen. Bei Aktien war der Ertrag ähnlich hoch, aber sie mußten höhere Wertschwankungen hinnehmen ja sogar Verluste.

Denkmalschutz und Immobilien

Denkmalgeschützte Immobilen erleben derzeit eine wiederentdeckte Nachfrage. Aus Anlegersicht ein lohnender Sachwert mit Steuerkick durch erhöhte Abschreibungsmöglichkeiten für Sanierungs- und Renovierungskosten. Staatliche Fördermöglichkeiten, der knappe Wohnraum in den Ballungsgebieten bieten gute Rahmenbedingungen für die Anlageimmobilien.
Denkmalprojekte in der eigenen Nachbarschaft erscheinen manchen Käufer recht attraktiv. Etwa 50 Prozent der Käufer sind Eigennutzer.

Die Anzahl zur Verfügung stehender Objekte ist beschränkt. Die Vermarktung der unter Denkmalschutz stehenden Objekte ist klar definiert. Zielgruppen sind Kunden im Spitzensteuerbereich. So ist es heute selbst für gut etablierte Unternehmen nicht einfach von den Banken eine Baufinanzierung gewährt zu bekommen. Kritisch wird von den Banken geprüft, um zu verhindern, daß zu viele Anbieter auf den Markt gelangen.

Durch die günstigen Rahmenbedingungen erhöht sich die Vermittlung von Immobilien als Kapitalanlage.
Anleger mit ausreichend hohem und sicherem Einkommen für einen langen Zeitraum, müssen gute Investitionsmöglichkeiten für Immobilien geboten werden.

Die andere Möglichkeit ist in Bestandsimmobilien oder Beteiligungen zu investieren.

Für den Projekterfolg im Immobilienbereich sind Kriterien wie Lage und Qualität der Sanierung maßgebend.
Denkmalobjekte und Denkmalschutzbehörde, Finanzamt und Eigentümer geraten in Steuerstreitigkeiten, ob ein Denkmalobjekt förderwürdig ist oder nicht. Die Denkmalschutzbehörde die für Erhaltung des Bauwerkes verantwortlich ist, erteilt die Bescheinigung, dass die erforderlichen Baumaßnahmen für den Erhalt des Denkmals nötig sind. Die Finanzbehörde verweigert dann aber den Steuervorteil, insbesondere bei Dachgeschoßwohnungen, die vorher nicht zu Wohnzwecken ausgebaut waren.

Rund 850.000 historische Bauten in Deutschland gibt es. Lohnenswert ist es doch, die zu Teil guten Standorte und ein weites Stück kulturelles Erbe zu erhalten.

Die Senkung des Spitzensteuersatzes wird durch hohe Abschreibungsmöglichkeiten erreicht. Denkmalobjekte werden zu Anlagen mit überdurchschnittlichen Renditen durch momentan niedrigem Zinsniveau.